…erst das Himmlische, dann das „Rasante“

Im Land der Ebereschen, recht weit im östlichen Sachsen, in der laut einheitlicher Meinung schönsten Dorfkirche Sachsens – nämlich in Schellerhau – durfte ich wieder einmal zu Gast sein. In diesen Höhen muss man sich gelegentlich auf meteorologische Überraschungen einstellen. Zum Glück schneite es an diesem Tag nicht, sogar die Sonne ließ sich ab und an blicken. Auch das Thermometer erbarmte sich unser und das Quecksilber kletterte im Laufe unserer Autofahrt nur um einige Grad nach unten.
…Das war besonders für unsere schöne Braut gut, die ein wunderhübsches, Elfen-gleiches dafür aber dünnes Kleid trug. Alles, was bei 38 Grad im Schatten und Ballersonne ein Segen ist, stellt sich in frischer Erzgebirgsluft in der Höhe als kleiner Nachteil heraus. Dafür musste der nette Bräutigam mit allen Kleidungsschichten nicht all zu sehr schwitzen und gab im Laufe des Tages bestimmt seiner schönen Frau gerne sein Jacket ab. Für den Rest des Lebens reichen sich beide ganz sicher liebend gerne gegenseitig deren wärmende Hände. Vorerst wärmten aber im Rahmen des Traugottendienstes Pfarrer Kellers Worte, die mit Witz und Ernst das Geschehen des Großen Tages und die Zukunft unseres Paares behandelten. Mit großem Gefühl, mit angemessenem Entertainment, mit dem Herzen in der Hand, vermochte er das Alltägliche mit dem Umgreifenden in himmlischer Kurzweiligkeit zu verbinden. Eine Saxophonistin und ein Pianist an meiner Seite, die Wunschlieder der Brautleute im Gepäck und mit Sonne im Herzen durfte ich/durften wir wiederum zur musikalischen Wärme des Traugottesdienstes und zur Verstärkung der Worte Pfarrer Kellers beitragen.

Unser Paar und deren Gäste machten sich nach dem Auszug aus der Kirche auf zu einem großartigen Nachmittag und ich reihte mich in die Reihen meiner Familienmitglieder ein, die mich an der Kirche abgesetzt hatten und gleich weiter nach Altenberg getingelt waren. Aufgespart wurden für mich noch ein paar Fahrten auf der Sommerrodelbahn, die ich sofort antrat. Rüttelnd und ruckelnd fegte ich also mit Kind und Kegel gen Tal…Und: Wer bremmst verliert…also Hebel nach vorne gedrückt, der Halswirbelsäule viel Glück gewünscht (die Bandscheiben seien nett gegrüßt) und volle Kanne hinab… Ganz unten, an der Stelle der Kurve, an der man gerade das blödeste Gesicht zieht, gibts noch ein automatisches Foto, das man dann für viel Geld an der Kasse auch käuflich erwerben kann (vor den Vorschautafeln stehend, darf man sich aber schon mal kostenlos darüber totlachen…)
Kurzum: Ein toller Tag voller himmlischer Dinge und rasanter Abenteuer ging vorüber. Danke dafür!
Vielen Dank vor allem Ihnen, unser liebes frischgebackenes Ehe-Paar für Ihr Vertrauen in mich/uns! Ich wünsche Ihnen alles Glück auf Ihrem weiteren gemeinsamen Weg. Möge Sie beide und Ihre Familien das Licht des Hochzeitstages ein Leben lang wärmen!
Herzlichst,

Ihre
Conny Borgwardt

 

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