Ein Hoch auf den Tag – und auf das Navigationssystem

Kennen Sie das/Kennt Ihr das: Man hat mehrere Termine, die allesamt knapp aber schaffbar hintereinander an verschiedenen Orten der näheren Umgebung liegen und man hat keinen Orientierungssinn?
Leider geht mir letzteres so. Ich habe bei der Vergabe des inneren Kompass` offensichtlich geschlafen und hege den Verdacht, dass ich als Beerensammlerin in der Urzeit recht schnell nicht vom Säbelzahntiger gefressen worden wäre, sondern eher an Unterernährung gestorben wäre, weil ich nicht wieder nach Hause gefunden hätte…oder beides.
Für mich wurde glücklicherweise das Navigationssystem erfunden, das dummerweise aber auch manchmal ganz schön blöde ist und mich an diesem Tag, an dem beiliegendes Foto entstand, auf der Fahrt zur musikalischen Untermalung einer Standesamtlichen Trauung mitten in ein Volksfest manövriert hat, an dessen Eingang die Durchfahrt verboten war. Solche Sachen sind kein gutes Zeichen für Orientierungslose wie mich und versetzte mich in Panik….Glücklicherweise tat mir nach dem Wenden eine Anliegerstraße den Gefallen, nicht auch zum Festgelände sondern darum herum zu führen, wofür ich ihr mehr als dankbar war. Dieses Hin- und Hergegurke war zeitmäßig echt nicht eingeplant. Schließlich kam ich ohne großen Zeitverzug an der ersten Location des Tages an, wurde von einer Mitarbeiterin fix in den Trauraum geschleust, kurz ein paar verständigende Worte mit der Standesbeamtin und schon ging´ s los. Eine wunderschöne Braut, ein stolzer Bräutigam, warme Blicke und eine gefühlvolle Rede der Beamtin. Sehr schön! Herzlichen Glückwunsch meinem lieben Paar und alles Gute auf dem Weg! Leider war keine Zeit zum Fotografieren der Location, denn ein süßes Paar, das ich gemeinsam mit meinem Pianisten Moritz Töpfer musikalisch bei dessen Traugottesdienst begleiten durfte, fieberte bereits den Großen Momenten entgegen. Ich fieberte auch: Nämlich vor Bammel, dass wieder so ein Fest mein Navigationssystem verwirrt..aber nein: An dieser Location war – wie in der Großstadt üblich – eher die Suche nach einem Parkplatz das Zeit-schindende Problem. Auch hinbekommen, in der Kirche angekommen, lauter nette Leute in Vorfreude auf das Kommende gesehen und einen überaus coolen Pfarrer persönlich kennengelernt, der einen Traugottesdienst für unser wunderbares Paar hielt, dessen Inhalte auch noch Stunden später, ja vielleicht sogar Tage später im Kopf nachhallen und von dem man sich auch für sein eigenes Leben einige Sachen „mitnehmen“ kann. Möge auch für Sie beide, mein liebes Paar jeden Tag ein Lichtstrahl dieses Tages Ihren Weg erhellen und Sie zum Lächeln bringen!
Das Foto, das hier zu sehen ist, ist von der Veranstaltung, die mein nächstes Ziel an diesem Tag war: Eine Wahlveranstaltung meiner Freundin Jana Pinka, die mich für eine Friedensveranstaltung unter dem Motto: „Buntes, offenes Freiberg“ als Musikerin eingeladen hatte: Es erklangen nachdenkliche aber auch lockere Lieder aus meinem Solo-Programm „Conny Borgwardt singt…“, es gab guten Wein, leckeres Fingerfood, bemalte Friedenstauben die an Heliumballons in den Himmel stiegen, einen Kerzenkreis der aus den Freibergern mit einem Licht in den Händen bestand und die zusammen mit mir abschließend „We shall overcome“ sangen und vor allem aus vielen guten Gesprächen. Warme Sommerluft, gemütliches Zusammensein, Wiedersehen mit Freunden aus der Freiberg-Zeit…So schmeckt der Tag!

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