..es ist ja nur ein Schuleingang…

..nachdem Facebook mich bereits mehrere Male freundlich aber bestimmt aufgefordert hat, mich endlich wieder zu Wort zu melden und mich auch schon lange das schlechte Gewissen zwickt, weil ich doch manche schöne Trauung/manches Konzertchen am lauschigen Ort so völlig kommentarlos gelassen habe, werde ich nun die Tasten klickern lassen und mich zurückmelden. Der Schuleingang unseres jüngsten Sohnes stand an…Wer solch ein privates Event auf dem eigenen Grundstück jemals selbst vorbereitet, mit Deko ausgestattet und mit Sorge überlegt hat, ob er denn als „ausführende“ Person auch an ALLES gedacht hat, wird mitfühlend mit dem Kopf wackeln, wenn ich erzähle, dass ich gefühlte zwei Wochen alleine über dem Ersinnen der passenden Deko (nicht zu albern, nicht zu Hochzeits-haft, nicht zu aufwendig, letzten Endes auch noch bezahlbar und mit viiiiielen Kerzen, Lichtern und Lampions) und des schnellgemachten, gut vorbereitbaren Essens gegrübelt habe.
Ich pflege „meinen Paaren“ immer den schlauen Rat in Vorbereitung auf den Großen Tag mitzugeben, sich bloß nicht verrückt machen zu lassen, entspannt zu bleiben und nie zu vergessen, was der Grund für die Feier ist…an die Sache an sich zu denken und nicht daran, ob dem Onkel Bert der Weißwein schmeckt und ob er lieber Schweinshaxe statt Rinderfilet-Involtini mit edlem Tomatensalat verschlingen würde.
Nun, ich hielt mich, diesen Vorsatz betreffend, bis circa zwei Tage vor dem Großen Tag des Schuleingangs wacker, arbeitete meinen Plan ab und kam gut voran. Dann aber setzte das ein, was viele Paare im Nachhinein berichten: Eine gewisse Panik überkam mich: Oh mein Gott, reicht auch das Essen???
Haben wir den Tages-Zeitplan im Griff??? Wann muss die Zuckertüte und tausend kleines Popelzeug, das auf einem A4 Zettel mit Schrift in Größe 9 aufgelistet wurde, wann wohin? Wo sind nochmal die Eintrittskarten für die Feier? Was, um alles in der Welt, machen wir, wenn es regnet, stürmt, schneit???
Letzten Endes war das Wetter toll, die Sonne schien, wir konnten den ganzen Nachmitag draussen sein, wir hatten tausend Funkelsterne am Abend, eine Himmelslaterne, die für uns geleuchtet hat, ein Lagerfeuer. Mein Bruder, der in einer Region wohnt, wo offenbar überall das Grillen verboten ist, grillte sich gleich an zwei Grills mit Freude die Seele aus dem Leib, gab um keinen Preis der Welt seine Wendezange ab und versorgte uns am Tisch wartende mit einem Berg von Steaks und Bratwürsten. .und: Es ist niemand verhungert!…Wir haben noch eine Woche von den Vorräten der Feier gegessen…Vor allem aber: Der Schulanfänger war glücklich wie Bolle!

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